Bei meiner taeglichen Lektuere der world-news bin ich auf einen Artikel der New York Times gestossen: Link Dort geht es darum, wie und wann sich Neu-New-Yorker mit der Stadt identifizieren, oder auch nicht.
Ich kann nicht genau sagen wann ich "meinen Moment" hatte. Ich glaube ich hatte mehrere kleine ;)
Frei nach Scrubs:
Dr.Cox (zu J.D.): "Ich liebe diesen Moment so sehr, dass ich mit ihm schlafen will!"
[5 Minuten später]
Dr.Cox (zu J.D.): "Dieser Moment gefällt mir sowas von gut, dass ich den von vorhin mit ihm betrügen würde, um ihn zu heiraten und viele kleine Momente mit ihm zu bekommen."
Nach dem Lesen des Artikels ist mir bewusst geworden: Ich denke schon seit einiger Zeit nicht mehr ueber gewisse Dinge nach weil sie fuer mich sehr schnell zur Selbstverstaendlichkeit geworden sind. Der Blick nach hinten, wenn man durch eine Tuer geht um sie evtl. dem Nachfolger aufzuhalten, das "Excuse me, please" wenn man sich an jemandem in einem Laden vorbeidraengelt oder auf den Fuss tritt, der Sprung von einer U-Bahn zur naechsten, mit dem Ziel, eine Minute eher am Ziel zu sein, die stoische Ruhe wenn 3 Minuten lang keine U-Bahn kommt (da man es eh nicht aendern kann und der Anschlusszug auch mindestens alle 10 Minuten faehrt). Hinzu kommt, dass ich einfach in einen nett aussehenden Laden gehe um was zu Essen zu kaufen und nicht mehr Ewigkeiten die Avenue hochtigere, in der Hoffnung, noch einen besseren/guenstigeren Laden zu finden als den soeben gesehenen (denn es wird definitiv einen geben innerhalb der naechsten 2 blocks^^).
Ich bin traurig, wenn der Schifferklavierspieler morgens nicht seine melancholisch schoenen Melodien in der Unterfuehrung zwischen 42nd Street und Port Authority spielt, ich rege mich nicht mehr ueber Langsamlatscher und Im-Weg-Rumsteher auf (meistens jedenfalls ;-) ), schaue nur noch zu einer Seite wenn es heisst bei Rot ueber die Strasse zu rushen (weil die meisten Strassen Einbahnstrassen sind - gekennzeichnet durch ein "One Way"-Schild und nur in eine Richtung parkende Autos) und sage schon automatisch "No, thank you" an Stelle von "Ne, danke" wenn man wieder ne Zeitung oder nen Flyer in die Hand gedrueckt bekommt. Manchmal greife ich aber dann doch zu - entweder aus Mitleid, aus Langeweile, aus Interesse am Flyer oder einfach nur weil die Person die selbigen verteilt interessant aussieht ;) Man hoert auf, anderen Leuten in der Metro auf den BlackBerry zu schauen (weil irgendwie interessiert's einen irgendwann dann doch nicht mehr *lol*). Statt dessen fange ich an mich fuer die Buecher zu interessieren, die die Leute so lesen, starre mich selber in der gegenueberliegenden Scheibe an (wenn die Bahn denn mal leer ist) oder beobachte Leute wie sie dasitzen und sich selber anstarren, vor sich hin traeumen, lachen, traurig sind oder schlafen.
Update
Watch some short videos about people living and working in New York and their story: http://www.nytimes.com/packages/html/nyregion/1-in-8-million/index.html#
Quelle:www.mylalalaland.com
